Neue Verordnung über Verdunstungskühlanlagen veröffentlicht

Die Bundesregierung beschließt mit der Verordnung über Verdunstungskühlanlagen, Kühltürme und Nassabscheider Maßnahmen zur Vorsorge gegen Legionellenvorkommen und deren Verbreitung – 42.BlmSchV (Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge).
In der Vergangenheit wurden Erkrankungen und Todesfälle u.a. in Ulm, Bremen oder Warstein bekannt, welche in Zusammenhang mit einer Legionellenverbreitung aus Verdunstungskühlanlagen standen. Als Reaktion werden Betreibern von Verdunstungskühlanlagen nun neue Pflichten auferlegt.
Einige wichtige neue Anforderungen aus der 42.BlmSchV sind beispielsweise:
  • Alle Verdunstungskühlanlagen fallen in den Geltungsbereich, auch Nassabscheider und Naturzugkühltürme.
  • Es werden regelmäßige Laboruntersuchungen und Probennahmen durch ein akkreditiertes Labor vorgeschrieben.
  • Sollte der Maßnahmenwert 10.000 bei Kleinanlagen bzw. 50.000 bei Kühltürmen > 200 MW KBE/ 100ml Legionella spp.  überschreiten, besteht Meldepflicht. Die Legionellenarten müssen dann spezifiziert werden.
  • Mehr Betreiberverantwortung durch Eigenüberwachung, zusätzliche Verpflichtung zur Wartung und Inspektion und Überprüfung der Anlagen durch Sachverständige.
Die Verordnung (ausgegeben am 19.07.2017) finden Sie unter dieser Quelle .